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Samstag, 3. Oktober 2009

Raven Woman

A woman

Her hair a red stream of tears

She leaves this field

Of battles lost and never fought

But her gaze sweeps back

Hope and pain in her eyes

Searching

And still finding nothing

To hold on


Right above her head

A black raven

Who

In steady slow beats

Of his tattered weary wings

Cries loss and despair

To the yellow-grey skies

Dienstag, 29. September 2009

Passing minutes

As I sit beside the shallow light
A soft melody comforts the soul
And the click clack of the passing minutes
Reminds me of time going by.
Present becomes past as I watch
The night deepens and the moon rises.

In solitude it is
That we catch glimpses of sense and reason
The rational stays behind
Making room for the deeper thoughts
Dwelling just underneath
In outright chaos and confusion
Of emotion.

One always craves
A hunger that is never satisfied
Burning within and keeping alive this feeling
Of never reaching an end.

The answer
We search in the distance.
In places far and people strange.
To return to ourselves
All times.
And still.
We go on.
Searching.

Mittwoch, 9. September 2009

Vsemina/ Czech Republic

Wenn ich so sitze im borstigen Gras

Und der Wind sanft meine nackten Arme umspielt

Das Wasser sich leicht in der Brise kräuselt und kleine Wellen schlägt

Der Wald und die Natur rundherum ihre kleinen charakteristischen Laute von sich geben

Während sonst alles still ist und schweigt,

Dann, ja dann komme ich nach Hause.

Schweigt meiner Seele Ruf, das ungestillte Verlangen befriedigt

Komme ich an.

Mittwoch, 18. März 2009

Das kleine Glück

Jetzt, da die harten Schatten der Nacht ihr Reich zurückerobert haben
und ich wieder still meinem einsamen Spiegelbild zuflüsternd sinnend stehe,
da stülpt sich die Leere, die Ruhe wie ein unendlicher Raum um mich und nagt.
Die bunten Bilder der vergangenen Stunden leben noch hell am Rand der Erinnerung
und sie streichen umso mehr das Nichts hervor, das sie hinterlassen, in dem sie mich ver-lassen haben.
Wir haben gemeinsam gelacht, scherzend ist die Zeit zwischen unseren Fingern zerflossen,
nur um jetzt erstarrt und in ein nostalgisches Bild geronnen, im verzweifelten Griff zu tausend Scherben zu zerbrechen,
welche eine um die andere mir schillernd höhnend Gedanken, Gefühle, Freude und Glück vor die Füße zu werfen scheinen.
Und doch - ich klammere mich fest an diesem Glück, das flüchtig immer wieder schüchtern mein tägliches Dasein küsst
und unbemerkt und leise mir immer neue Wege und neue Richtungen weist.

Freitag, 5. Dezember 2008

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris

Donnerstag, 3. Januar 2008



wollte dir sagen
was du mir bedeutest
wie gern ich dich fühle
was du für mich bist

wollte dir sagen
wie sehr ich dich liebe
dich liebe
dich liebe

und trotzdem all das
abschied bedeutet

[Andrea Vencour]

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Tanz meines Lebens

Wenn wirbelnd ich im Kreis mich drehe
spüre ich die Schmerzen nicht.
Kleine zarte Stiche proben
wo das Eis am schnellsten bricht.

Gelingt die Täuschung auch nach außen
tobt im Inneren ein Sturm
zerrt an allem was ich habe,
wirft mich höhnisch lachend um.

Doch ich trotze stets aufs Neue
stehe immer wieder auf
will das Leben zweimal leben
nehme ich den Preis in Kauf?

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Dream`s Power

Ich bin frei.
Jauchzend fliege ich höher
und stürze mich hinab
ins Meer.

Ein ewiges Auf und Ab.

Nie verweilt
das ungebundene Herz.
Nie findet Ruhe
der unstillbare Drang des Lebens.

Wer kann das Tempo halten?
Mit des Flügels Schlag sich messen?
An der Höhe atmen
In der Tiefe schweigen
trinken aus dem Brunnen der Ewigkeit.

Fliege, oh, mein Herz
Sei Fisch und Möwe gleich.
Bade im Licht
und wachse in der Dunkelheit.
Brenne Stern und glühe:
Leben.

Freitag, 23. November 2007

Succubus

Tanzend umkreise ich Dich
lockend
süßes Gift
das mich umgibt und Deine Seele bindet

Lauf!
ich will Dich nicht
schenke mir nicht Flügel
oder verbrenne

Dieser Tanz ist einsam
allein zu zweit gefangen
sucht jeder das Glück
im Andern
und stirbt.

Engel

Der Traum umfängt mich
rauschende Schwingen tragen mich
höher
bis ich eintauche ins Licht
schwereloses Gleiten
eins mit dem Gesang der Engel

Ohne Ziel
Ohne einen Weg
wandelnd unter meinesgleichen
Wer kennt die Bedeutung?
Denn Worte sind leer
Wer kann Licht für Schatten halten?

Komm zu mir mein Engel des Lichts
bevor
ich verbrenne
breite Deine Flügel über mich
lass mich
Deinen Schatten atmen

Kühlend drücke Küsse auf meine Stirn
bis ich in Deinen Armen
sterbe


[mee]

Spiegel der Seele :)

Auf der schwarzen Fläche spiegelt sich
das Licht des Mondes
zaubert Lichter auf sonst dunkle Schatten
und verrät doch nichts von der verborg`nen Tiefe.

Den stillen Beobachter lockt das Geheimnis.
Unergründlich.
Rätselhaft.
Fern.

Die Romanik erstickt und lebt doch
von der ihr eigenen Sehnsucht.

An der sie zugrunde geht -
und wieder aufersteht.

[mee]
[Foto: Rumänien - Transylvanien]


Reisen und Sinnsuche

Als schliefe etwas tief in mir,
verborg`ne Seiten klingen
gebunden bin ich doch ans Hier,
während ferne Ufer singen.

Ein Stern erscheint mr in der Nacht
will einen Weg mir weisen,
verblasst er doch im Mond der wacht
die schwarzen Raben kreisen.

Ich tanze in der Dunkelheit
die Seele still gefangen;
doch leicht im Schritt und wie befreit
spottend, ohne Bangen.

Denn wenn das Schicksal seine Bahn
ein weit`res Mal umrundet,
dann weiß ich um die rechte Zeit
und Fremde wird erkundet.

[mee]

Ein Herz vom rechten Schlage - 23.11.2007

Es ist auf Erden keine Nacht,
die nicht doch ihren Schimmer hätte;
so groß ist keines Unglücks Macht,
ein Blümlein hängt an seiner Kette.

Ist nur das Herz vom rechten Schlage,
so baut es sich sein Sternenhaus
und schafft die Nacht zum hellen Tage,
wo sonst nur Asche, Schutt und Graus.

[Gottfried Keller]

- aus Mamas Engelbuch (in dem sonst meist nur recht dumme Sprüche stehen)