Montag, 2. Juni 2008

Die EulenspielerInnen in Lockenhaus

MA-Fest Lockenhaus. 22.-25. Mai 2008. Die EulenspielerInnen sind das erste Mal engagiert, mittelalterliche Reigentänze zu zeigen. Ich komme am Samstag mit Julia an. Als wir von Wien wegfahren, strahlt die Sonne vom Himmel und es ist warm. Ich habe nur die nötigsten Sachen eingepackt, nichts wirklich Warmes. Dann kommen wir weiter ins Burgenland und 20km vor Lockenhaus beginnt der Himmel zuzuziehen und schwere graue Wolken verdecken die Sonne. 7km vor Lockenhaus beginnt es dann zu schütten. Urplötzlich. Bang sitzen wir im Auto, doch das furchtbare Wetter verzieht sich nicht mehr und wir kommen in strömendem Regen an. Irgendwie mit improvisierten Regenschützen bewaffnet düsen wir dann vom Parkplatz zur Burg, wo ich meine Sachen abliefere. Dann machen wir eine Burgführung, in der Hoffnung, dass das Wetter doch noch besser wird.
Die Burg Lockenhaus ist wirklich ein Traum. Total schön renoviert, ziemlich groß, mit zwei efeuüberwucherten

Innenhöfen, Rittersälen, einer Folterkammer, einer mittelalterlichen Küche, einem Konzertsaal, einem süßen kleinen Balkon mit Blick über das Dorf Lockenhaus und die umgebenden Wälder...

Jo holt uns dann aus der Burg ab und gemeinsam finden wir uns am Marktplatz ein, wo die EulenspielerInnen eine spontane Tanzdarbietung zum Besten geben, begleitet von den Musikern der Familienband Musici Hilary.
Ich tanze ein paar Tänze mit, um mir meine Brötchen zu verdienen, dann fotografiere ich die Tanzenden, die offensichtlich trotz Schlechtwetter ihren Spass haben.
Auch Julia kann man zum Tanzen motivieren...
Es wird Zeit fürs Mittagessen. Nach Nussnockerln schlendere ich allein durchs Lager, um zu sehen, was es hier so alles gibt. Highlight: Der Badezuber der Wikkinger, in dem zwei dergleichen seit drei Stunden weichen :)
Die Stände sind nicht aufregend, eigentlich eine ziemliche Enttäuschung. Nur Schnickschnack und Kitsch. Nur ein Verkäufer erzählt mir ein wenig über die schamanistische Bedeutung seiner Stäbe, die mit Federn und Tierteilen verziert sind und nicht schlecht aussehen...

Der restliche Tag vergeht unspektakulär. Wir sitzen im Eulenspielerzelt, das liebevoll mit Requisitien bestückt ist und plaudern, während ein Teil der EulenspielerInnen im Badezuber sitzt und trinkt. Verspätet gibt es Abendessen im Rittersaal: Schweinsbraten und Salate und als Nachspeise Zimtreis. Endlich beginnt es aufzuklaren. Der Regen hört auf, Nebelschwaden steigen aus dem Wald hoch und ein Regenbogen spannt sich über das Lager. Der

Sonnenuntergang ist kitschig rot-gold.
Erst am Abend geht es mit dem Programm weiter. Lichterspiel oder so nennen sich die zwei Mädls aus Hamburg und sie begeistern die ausdauernden

Gäste und Marktangehörigen mit einer netten kleinen Feuershow, die wegen dem schlechten Wetter leider nicht so toll ist, wie sie die zwei vergangenen Abende gewesen sein soll.

Tja. Julia und ihr Vater verabschieden sich dann. Es wird dann getrunken und geplaudert. Ein paar Spielleute musizieren. Ich wandere vom Marktplatz zum Lager und wieder zurück, aber ich bin müde und durchweicht und die rechte Stimmung will sich nicht mehr einstellen.
Weiteres Highlight: Captain Jack Sparrow Junior!

Nach einer kurzen Nachruhe erwacht, gehts am nächsten Tag auf zum Frühstück. Pünktlich um neun treffen auch schon die ersten Frühaufsteher sprich Gäste ein. Die Sonne ist uns heute wohlgesonnen. Gemütlich setze ich mich nach dem Essen zu einer Gruppe Leute, die um ein Lagerfeuer sitzen und Würstchen grillen.
Gegen Mittag gibt es noch einen Auftritt. Die TänzerInnen werden von einer Fanfare zusammengetrommelt und dann wird gemeinsam zum Marktplatz marschiert. Wieder fotografiere ich. Heute ist das Wetter wieder traumhaft und die TänzerInnen schwitzen :D
Ein letzter Blick vom See aus auf die Burg, dann geht es ab nach Hause.

MA-Fest Böhmischer Prater

Letztes WE waren Papa und ich unterwegs zum Böhmischen Prater, wo es alljährlich ein MA-Fest gibt. Eine Weltreise bis dorthin, durch eine Stadt voller Menschen und Hitze, aber sobald man draußen ist, angenehme Kühle, nette Musik und - trotzend allen gegenteiligen Behauptungen - eine wirklich nette Atmosphäre, einige interessante Stände und beschwingte Klänge von Rhiannon.
Leider hatten wir nicht wirklich viel Zeit, sind aber dennoch gemütlich durch die drei Hauptabschnitte des Geländes durchspaziert. Später haben wir Julia und einige Freundinnen getroffen, mit denen wir uns aber nicht lange unterhalten konnten. Ich habe ein Geburtstagsgeschenk für Tanja erstanden, Papa auch :) Feiner Markt!

Familientreffen

Anlässlich des Geburtstages meiner Halbschwester, kamen Papa, Verena und ich endlich mal wieder zusammen. Bei einem kalten Bier bzw. meinerseits einem Eistee (jugendfrei) saßen wir Freitags nach der Arbeit im Schatten einer alten Platane. Eigentlich sehr schade, dass wir nicht mehr Kontakt haben. Nach einem anfänglichen Warmwerden haben wir dann nett geplaudert und schlussendlich haben wir auch noch die süße Wohnung von Verena besichtigt, die ganz in der Nähe von meiner - hoffentlich bald beziehbaren - neuen Wohnung liegt.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Friday Night Skating

Letzten Freitag hab ich endlich Zeit gefunden, um am Friday Night Skating teilzunehmen. Eigentlich wollte ja Margit mitkommen, letztendlich bin ich dann aber mit David und seiner Bagage am Heldenplatz gelandet, froh, dass David mit dem Radl da war, da konnt ich mich dann wenigstens wo festhalten, sonst wär ich wahrscheinlich irgendwo am hinteren Ende der langen langen Schlange aus Skatern und Radfahrern dahingegondelt.
100te Menschen hatten sich versammelt, aus den Boxen des Lieferwagens tönte laute Partymusik und dann gings auch schon los. Die Polizei machte uns den Weg frei und wir hatten den Ring, die Wienzeile und die Reichs- und Floridsdorferbrücke, den Gürtel und viele andere Straßen, wo ich schon oft per Auto herumgegurkt bin für uns allein. Dank fahrradtechnischer Begleitung war ich immer vorne mit dabei, brauchte mich vor unebenen Stellen nicht fürchten und hatte Bremshilfe. Ganz schön schnell waren wir unterwegs. Immer wieder wurde gewartet, dass alle zusammentreffen und so verging dann auch die Zeit sehr schnell. Um dreiviertel zwölf musste ich mich verabschieden und in die Bahn nach Korneuburg steigen. Ein nettes Erlebnis, auch wenn ich in Zukunft wahrscheinlich eher für mich selber herumgurke, wo nicht eine Stampede über mich drüber rollt, wenn ich hinpurzle :)

Dienstag, 20. Mai 2008

Geburtstagspicknick

Ich wusste lange nicht, was ich zu meinem Geburtstag nun Besonderes machen sollte. Erste Option, die aufgetaucht ist: Rollenspielen. Markus wollte ein Pfingst-Special organisieren, was verlockend war, denn Markus hat schon Ewigkeiten nicht mehr geleitet und ein paar Tage durch hintereinander spielen, ist auch nett. Aber ganz Pfingsten spielen? Bei Schönwetter nur drinnen zu sitzen? Dann hab ich versucht, die Rollenspielerpartie zu überreden doch einen Tag raus zur Burgruine Aggstein zu fahren. Zuerst ein ja, dann eher ein nein. Überreden wollte ich auch keinen, aber enttäuscht war ich schon. Sollte ich doch verreisen? Ich suchte Flüge. Nach Irland, Brüssel, Istanbul. Alle zu teuer so kurz vorher und zum Geburtstag allein....auch nicht so verlockend. Party? Nein, mag mir den Organisationsstress nicht antun und dann wieder unter Druck stehen, weil ich wie immer in Angst um die gute Stimmung bin....
Ein oder zwei Tage vor dem entscheidenden Tag hab ich schließlich beschlossen: So, ich mach ein Picknick. Rollenspielen beginnt eh erst um vier, da hab ich viel Zeit davor ganz ungezwungen ein paar liebe Leute einzuladen und mit ihnen in der Au auf einer Wiese die Sonne zu genießen und es uns kulinarisch gut gehen zu lassen. Wie kam die Idee mit dem Picknick? Ich hab die Woche davor zwei Mal mit Freunden spontan auf Wiesen in Wiener Parks gepicknickt. Das war so nett, dass es für eine Geburtstagswiederholung gerade recht war.
Mit Tanja düste ich also am Freitag zum Metro um viel und gutes Essen einzukaufen: Chiabatta, selbstgebackenes Brot von Tanja, Kartoffel-, Bohnensalat und Zatziki, Weinblätter, Kapern, Frühlingszwiebel, Nudelsalat mit Ei und Tomaten, Paprika und verschiedene Käsesorten. Zum Nachtisch Schoko-Marzipan-Torte von Mama und Tanja, Lindt-Schoki von Tanja aus der Schweiz, viel andere Schoki.....jaja, wir haben ordentlich eingekauft :)
Am Nachmittag hab ich dann noch mit Tom die Au ausgekundschaftet um einen geeigneten Platz zu finden: Am Teich auf einer großen Wiese unter einem schattigen Baum.

Sonntags um 11 Uhr haben Mama, Tanja und ich Celine, Maria, Margit und Jenny vom Bahnhof abgeholt und sind in die Au gefahren, wo wir das ganze Essen, die Getränke und Musikinstrumente zu besagtem Plätzchen geschafft haben. Martin und Werner hatten sich im Wald verirrt und wurden mit vereinten Kräften gerettet, David und Gabi haben alleine her gefunden ;) Auch Tom, aber der war ja schon mal hier.
Nachdem alle gegessen hatten, haben Tanja und ich die Katze aus dem Sack gelassen und die lieben Leute ein wenig erschreckt, als wir Gitarre, Trommel und Flöte auspackten und meinten, jeder müsse nun bei einem Geburtstags- und Muttertagsliedchen mitsingen. Dank der MA-Band Satara, die ich die Woche davor zwei Mal gehört habe, hatten wir eine wunderschöne Melodie, zu der wir einen eigenen Text über das Essen, Trinken, Feiern und Fröhlichsein gebastelt hatten...."das ganze Jahr, den Abend und den Morgen". Auch Jenny, Margit und Gabi waren bald zu begeistern und spielten fleißig Gitarre und Trommel. Positivst überrascht war ich von Martin und Tom, die sich nach anfänglichem Zaudern bereiterklärt haben das überaus lustige Liedchen Maienzeit anzustimmen. Ich konnte kaum spielen vor Lachen.
Es wurde weiter musiziert, gegessen, getrunken, geplaudert, in der Sonne gefaulenzt, bis wir dann um halb vier langsam aufbrachen, um einiges Gepäck erleichtert, aber guter Laune und leichten Fußes....ein feiner Geburtstag!

Vorgeburtstagsfeier im Gwölb

Freitag abends am 9. Mai trafen meine langjährigen Rollenspielfreunde alle im Gwölb in Korneuburg ein, wohin Markus uns alle zusammengetrommelt hatte, vorgeblich um die letzten Vorbesprechungen für das Pfingst-Special von Markus zu halten. Dann wurde allerdings angestoßen und gefeiert, nicht nur mein, sondern auch Romans Geburtstag. Bei Mogli-Crepes und Vanille Eis wurde bis zu später Stunde geplaudert mit dem erheiternden Schlusspunkt, dass jeder von seinem ersten Vollrausch erzählen musste :) Immer wieder amüsant, was da für Geschichten ans Tageslicht kommen *hihi*

(Was ich bekommen habe? Natürlich nichts, was mit RPG zu tun hat...nur ein Würfel-Set, ein gebundenes Büchlein, um neue Geschichten als Spielleiterin und Spielerin reinzuschreiben....und ein Dungeon Masters Guide *blush*)

Und beim Heimfahren hab ich dann noch einen Igel gesehen und gestellt :)

17th century poetry :)


The Imperfect Enjoyment
by John Wilmot, Earl of Rochester

Naked she lay, clasped in my longing arms,
I filled with love, and she all over charms;
Both equally inspired with eager fire,
Melting through kindness, flaming in desire.
With arms, legs, lips close clinging to embrace,
She clips me to her breast, and sucks me to her face.
Her nimble tongue, love’s lesser lightning, played
Within my mouth, and to my thoughts conveyed
Swift orders that I should prepare to throw
The all-dissolving thunderbolt below.
My fluttering soul, sprung with the pointed kiss,
Hangs hovering o’er her balmy brinks of bliss.
But whilst her busy hand would guide that part
Which should convey my soul up to her heart,
In liquid raptures I dissolve all o’er,
Melt into sperm, and spend at every pore.
A touch from any part of her had done ’t:
Smiling, she chides in a kind murmuring noise,
And from her body wipes the clammy joys,
When, with a thousand kisses wandering o’er
My panting bosom, “Is there then no more?”
She cries. “All this to love and rapture’s due;
Must we not pay a debt to pleasure too?”
But I, the most forlorn, lost man alive,
To show my wished obedience vainly strive:
I sigh, alas! and kiss, but cannot swive.
Eager desires confound my first intent,
Succeeding shame does more success prevent,
And rage at last confirms me impotent.
Ev’n her fair hand, which might bid heat return
To frozen age, and make cold hermits burn,
Applied to my dear cinder, warms no more
Than fire to ashes could past flames restore.
Trembling, confused, despairing, limber, dry,
A wishing, weak, unmoving lump I lie.
This dart of love, whose piercing point, oft tried,
With virgin blood ten thousand maids has dyed,
Which nature still directed with such art
That it through every cunt reached every heart—
Stiffly resolved, ’twould carelessly invade
Woman or man, nor ought its fury stayed:
Where’er it pierced, a cunt it found or made—
Now languid lies in this unhappy hour,
Shrunk up and sapless like a withered flower.
Thou treacherous, base deserter of my flame,
False to my passion, fatal to my fame,
Through what mistaken magic dost thou prove
So true to lewdness, so untrue to love?
What oyster-cinder-beggar-common whore
Didst thou e’er fail in all thy life before?
When vice, disease, and scandal lead the way,
With what officious haste doest thou obey!
Like a rude, roaring hector in the streets
Who scuffles, cuffs, and justles all he meets,
But if his king or country claim his aid,
The rakehell villain shrinks and hides his head;
Ev’n so thy brutal valor is displayed,
Breaks every strew, does each small whore invade,
But when great Love the onset does command,
Base recreant to thy prince, thou dar’st not stand.
Worst part of me, and henceforth hated most,
Through all the town a common fucking post,
On whom each whore relieves her tingling cunt
As hogs on gates do rub themselves and grunt,
Mayst thou to ravenous chancres be a prey,
Or in consuming weepings waste away;
May strangury and stone thy days attend;
May’st thou never piss, who didst refuse to spend
When all my joys did on false thee depend.
And may ten thousand abler pricks agree
To do the wronged Corinna right for thee.

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